Nebeneinander. Oder miteinander?
Zwei Menschen, ein Bett, zwei Bildschirme. Ein kurzer Film über den Moment, in dem einer von beiden das Handy umdreht.
Jeder für sich, im selben Bett
Kennst du das? Das Licht ist schon aus, die Tuchent reicht bis zum Kinn, und trotzdem leuchtet es im Schlafzimmer. Links ein Handy, rechts ein Handy. Man liegt nebeneinander und ist doch jeder woanders.
Ich nehme mich da nicht aus. Der Feed hat keinen Boden, und am Abend ist man zu müde, um sich zu wehren. Aber manchmal reicht ein kleiner Schritt: das Handy umdrehen und dem anderen etwas zeigen. Aus nebeneinander wird miteinander, oft in weniger als einer Minute.
Fünf kleine Ideen für mehr Miteinander
- Das Handy schläft im Vorzimmer. Eine Ladestation außerhalb des Schlafzimmers, und das Bett gehört wieder euch.
- Ein Bildschirm statt zwei. Wenn schon schauen, dann zusammen: die Urlaubsfotos, eine Folge, das Video, über das ihr beide lacht.
- Die letzte Viertelstunde gehört euch. Kein Feed, nur reden, vorlesen oder einfach gemeinsam still sein.
- Eine Frage statt eines Scrolls. „Was war heute das Schönste?“ bringt mehr als jede Benachrichtigung.
- Licht an, Handy weg. Eine warme Lampe macht aus dem Bett wieder einen Ort für zwei.
Keine dieser Regeln muss jeden Abend gelten. Es geht nicht um Verzicht, sondern um den Menschen, der neben dir liegt.
Von Anton · 21. Oktober 2026
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Ehrliche Guides über Nähe, Beziehung und Wohlbefinden. Geschrieben in Österreich, ohne erhobenen Zeigefinger.
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